Eisenstadt - Großen Optimismus versprühten die burgenländischen Grünen bei ihrem Wahlabschlussfest Freitag Abend in Großwarasdorf (Bezirk Oberpullendorf). "Ich bin völlig überzeugt, dass wir dieses Mal die Umfragewerte in die Wahlurnen hineinbringen", zeigte sich Spitzenkandidatin Grete Krojer selbstbewusst. Unterstützung erhielt sie dabei vom grünen Bundessprecher Alexander Van der Bellen, der erklärte, dass man im Wahlkampf die richtigen Themen angesprochen habe, und mit Hilfe der Burgenländer den Einzug in den Landtag schaffen werde. Krojer bedankte sich im Rahmen des Wahlkampffinales "bei allen Freunden und Freundinnen, die geholfen haben". Die Stimmung sei derzeit so gut wie noch nie. Kritik gab es aber für die politischen Mitbewerber. Jeder wolle Landeshauptmann werden, egal was es koste, erklärte die Spitzenkandidatin in Richtung von ÖVP und SPÖ. Die Nerven bei den anderen Parteien würden deshalb blank liegen. "Wer die FPÖ nicht will, muss grün wählen", gab sich Krojer kämpferisch. Schließlich würde sich bei einem Einzug ihrer Partei in den Landtag schwarz-blau nicht ausgehen. "Wir werden die einzige Oppositionspartei sein, die für Transparenz und Kontrolle steht", versprach die Landesprecherin den Zuhörern abschließend. Fußball und Musik Das mehrsprachige Großwarasdorfer Kulturzentrum KUGA wurde auch deshalb als Veranstaltungsort gewählt, da der grüne Listenzweite Josko Vlasich hier jahrelang als Geschäftsführer wirkte. Nun hofft er ebenfalls auf den Einzug in den burgenländischen Landtag. Vlasich schilderte in Anspielung auf den SPÖ-Wahlkampf, dass er mit sozialdemokratischen Spitzenkandidaten Hans Niessl bereits einmal gemeinsam Fussball gespielt habe. Allerdings hätte dieser nur verteidigt, während er die Tore geschossen habe. Vlasich will nun vor allem im Jugend-, Kultur- und Bildungsbereich für Akzente sorgen. "Wir Grünen halten was wir versprechen auch nach der Wahl", kündigte der Listenzweite an. Das Wahlabschlussfest in Großwarasdorf klang dann mit musikalischen Tönen aus. Vlasich sorgte mit seiner früheren Band "Bruji" für zweisprachige Unterhaltung. Doch damit nicht genug. Der grüne Nationalratsabgeordnete Peter Pilz gab mit der Gruppe "The Untouchables" ebenfalls ein paar Kostproben seinen musikalischen Könnens ab. (APA)