Wien - ÖVP-Generalsekretärin Maria Rauch-Kallat hat in einer ersten Reaktion zur Burgenland-Wahl gegenüber der APA konzediert, dass die Volkspartei ihr Wahlziel verfehlt hat. Man habe zwar an Stimmen zugelegt, aber an Prozenten verloren. Der SPÖ sei es sichtlich besser gelungen, die Nichtwähler vom letzten Urnengang stärker zu mobilisieren: "Natürlich ist der SPÖ zu gratulieren." Für die Koalition auf Bundesebene erwartet Rauch-Kallat keine negativen Auswirkungen. Auch die Verluste der FPÖ seien "nicht sehr dramatisch" ausgefallen. Auch hielt Rauch-Kallat fest, dass aus ihrer Sicht - wie immer bei Landtagswahlen - kein bundespolitischer Trend abzulesen ist. Diese Ansicht habe die ÖVP auch bei erfolgreicheren Urnengängen wie in der Steiermark vertreten, betonte die Generalsekretärin. Ratschläge an die burgenländische Landespartei wollte sie nicht erteilen. Das hätten die burgenländischen Parteifreunde nicht nötig. Das weitere Vorgehen werde wohl bei den Gesprächen zwischen den Parteien auf Landesebene festgelegt. Für das starke Abschneiden der SPÖ findet Rauch-Kallat in erster Linie eine Erklärung. Hier sei der Effekt eingetreten, dass man - vor dem Hintergrund der Bank Burgenland-Affäre - in schwierigen Zeiten zusammenhalte. Der SPÖ sei es gelungen, ihre Wählerschaft zu mobilisieren. Dies lasse sich auch aus der hohen Wahl-Beteiligung schließen. Der Kärntner VP-Chef Georg Wurmitzer sagte gegenüber der APA, er sei enttäuscht, dass die SPÖ trotz des Skandals um die Bank Burgenland gewonnen hat. Eines sei aber auch klar: "Jeder, der vorzeitige Wahlen vom Zaun bricht, wird nie belohnt." Die Wähler wollen laut Wurmitzer, dass Legislaturperioden über die volle Zeit laufen, vorzeitige Wahlen würden als "mangelndes Demokratieverständnis" verstanden. (APA)