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Den Haag - Zum ersten Mal seit 100 Jahren wird in den Niederlanden ein wilder Wolf gejagt. Die Polizei im Gebiet um die Hafenstadt Terneuzen im äußersten Südwestens des Landes macht ihn für den Tod von einigen Dutzend Schafen verantwortlich. Videoaufnahmen hätten eindeutig geklärt, dass es sich bei dem stets entkommenen Räuber nicht um einen Fuchs oder einen Hund sondern einen Wolf gehandelt habe, bestätigte ein Sprecher. Das Tier sei vermutlich aus dem Gehege eines Privatmannes bei Antwerpen im benachbarten Belgien entkommen. Tierschützer warnten jedoch vor einem "Rotkäppchensyndrom". Niemand müsse Angst haben, dass ein Wolf in der freien Wildbahn einen Menschen angreife, versicherten Experten der Stiftung "Wolfsbetreuung". Wölfe gehörten zu den geschützten Tierarten und dürften überhaupt nicht gejagt werden. (APA/dpa)