Wiesbaden - Der neue Frauen-Krimi-Preis der Stadt Wiesbaden ist der Autorin Petra Hammesfahr für den Roman "Die Mutter" verliehen worden. Die am Wochenende erstmals überreichte Auszeichnung ist mit 10.000 Mark (5.113 Euro/70.355 S) dotiert. Nach Angaben von Wiesbadens Kulturdezernentin Rita Thies handelt es sich bei dem Preis um die bundesweit einzige Auszeichnung für Krimiautorinnen. Der Frauen-Krimi-Preis soll künftig jährlich an eine Autorin für einen deutschsprachigen Kriminalroman oder eine Kriminalgeschichte gehen. Vorschlagsrecht haben jedes Jahr fünf von der Jury ausgewählte Kriminalautorinnen, die so genannten "Mordschwestern". Sie schlagen der Jury je zwei Romane zur Bewertung vor. Hammesfahr, Jahrgang 1951, begann im Alter von 17 Jahren zu schreiben. Nach zehn Jahren und 179 Absagen gelang der gelernten Einzelhandelskauffrau mit einer Kurzgeschichte in dem Männermagazin "Playboy" der Durchbruch. Mit "Die Frau, die Männer mochte" veröffentlichte sie 1991 ihren ersten Roman. Seit Mitte der 90er Jahre schreibt die heute in Kerpen lebende Autorin auch fürs Fernsehen. Aus ihrer Feder stammt unter anderem das Drehbuch zu ihrem Roman "Der stille Genardy" von 1993. In "Die Mutter" erzählt Hammesfahr die Geschichte einer Frau, die ihre verschwundene 16-jährige Tochter sucht. (APA)