Graz - Die Bedarfszuweisungen für Gemeinden unterliegen in der Steiermark ab sofort einem neuen Reglement: Die Verteilung der rund 1,4 Mrd. S (101,7 Mill. Euro) soll nunmehr transparent und nach genauen Richtlinien erfolgen. Das beschloss die ÖVP mit Mehrheit in der Sitzung der Landesregierung am Montag. Der FPÖ war die Reform der bisher "freihändig" von ÖVP und SPÖ vergebenen Finanzmittel zu wenig weit gehend. Die SPÖ hatte sich schon vorher wegen der Umschichtungen zu Lasten der SPÖ-Gemeinden - minus 130 Millionen Schilling - gegen den VP-Vorschlag ausgesprochen. Nach dem neuen Schlüssel, der nach einem Kriterienmix gestaltet ist, erhalten die von Landeshauptfrau Waltraud Klasnic (V) verwalteten 402 fast ausschließlichen ÖVP-Gemeinden 65,5 Prozent der Mittel, die 140 von LHStv. Peter Schachner-Blazizek verwalteten SPÖ-Gemeinden 34,5 Prozent. Vorweg werden bereits zehn Prozent für die Landeshauptstadt Graz abgezogen. (APA)