Brüssel - Die Verteidigungsminister der NATO-Staaten haben am Dienstag in Brüssel ihre Beratungen über die Pläne der EU für eine eigenständige Militärpolitik begonnen. Dabei droht handfester Krach mit der Türkei, die den vorliegenden Papieren nicht zustimmen will. Das NATO-Mitglied Türkei, das nicht der EU angehört, beharrt auf mehr Mitsprache bei neuen Politik der Union. Keinesfalls will die Türkei dem Vorschlag zustimmen, der EU im Krisenfall grundsätzlich Zugang zu Militärtechnik der NATO zu gewähren. Die günstigen Beschlüsse der EU vom Montag über einen möglichen Beitritt der Türkei zur Union dürften die türkische Position aber gemildert haben. Auf der Tagesordnung der NATO-Minister stand außerdem die Lage im Kosovo. Am Nachmittag wurde der russische Verteidigungsminister Igor Sergejew erwartet. (APA)