Zamboanga - Im Süden der Philippinen haben sich die Armee und die Aufständischen der "Nationalen Moro-Befreiungsfront" (MNLF) auf einen Waffenstillstand geeinigt. Wie MNLF-Führer Jamasali Abdurahman am Dienstag mitteilte, stimmten die Rebellen bei einem Treffen mit Vertretern der Streitkräfte einer Feuerpause zu. Die Armee erklärte sich laut Jamasali aber nicht mit einem Rückzug aus der Umgebung der MNLF-Lager einverstanden. **** Bei Zusammenstößen zwischen Soldaten und Moslemrebellen auf der südphilippinischen Insel Jolo waren am Sonntag nach Militärangaben vier Menschen ums Leben gekommen. Die MNLF kämpft seit Jahrzehnten für einen unabhängigen moslemischen Staat im Süden der überwiegend christlichen Philippinen. Die Moros, eine Sammelbezeichnung für verschiedene ethnisch verwandte Sprach- und Volksgruppen, leben vor allem auf der Insel Mindanao. 1976 hatte der damalige philippinische Diktator Ferdinand Marcos den 13 Südprovinzen, in denen die moslemische Minderheit lebt, eine Autonomie zugesichert. In dem Bürgerkrieg sind mehr als 50.000 Menschen ums Leben gekommen. (APA/AP)