Preßburg/Wien - Das Rennen um die Slowakische Sparkasse (Slovenska Sporitelna) geht in die nächste Runde: Die Angebote für den 87,18-prozentigen Anteil an der Slovenska Sporitelna wurden von der für die Privatisierung zuständigen Kommission gestern, Dienstag, für zu niedrig bewertet und können nun bis kommenden Montag 18.00 Uhr nachgebessert werden. Geboten haben Bank Austria/HypoVereinsbank, die Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen und der italienische Unicredito. Alle drei Banken sind weiterhin am größten slowakischen Kreditinstitut interessiert. Der Unterschied zwischen den Offerten und den Erwartungen der slowakischen Regierung sei zu groß, so die Kommission. Slowakische Analysten gehen von einem Kaufpreis von umgerechnet rund 7 Mrd. S (509 Mill. Euro) aus. Bisher waren als Preis 4 bis 5 Mrd. S im Gespräch. Eine offizielle Bestätigung dafür gab es von Seiten der beiden österreichischen Bewerber nicht. Die Bank Austria wollte heute unter Verweis auf das laufende Verfahren keinen Kommentar abgeben. Man sei weiter sehr interessiert, hieß es lediglich. Auch die Erste Bank bekundet ein "ungebrochen seriöses" Interesse an der Slovenska Sporitelna. Gleiches kommt auch vom UniCredito: Sprecherin Viviana Vestrucci hat gegenüber der slowakischen Wirtschaftszeitung "Hospodarske noviny" bestätigt, dass das italienische Institut weiter Interesse am Einstieg bei der Slowakischen Sparkasse habe. (APA)