Rom - Niki Lauda wird künftig nur mehr für die Lauda Air SpA fliegen und die aktive Präsidentschaft der italienischen Fluggesellschaft, die er selbst gegründet hatte, übernehmen. Dies wurde am Dienstag bei einer Pressekonferenz von Lauda selbst und dem Geschäftsführer der Fluggesellschaft, Andrea Molinari, bekannt gegeben. Lauda war bereits im Frühjahr vom Verwaltungsrat der Gesellschaft gewählt worden, er werde von nun an eine aktivere Rolle im Unternehmen spielen. Lauda versicherte, dass er persönlich die Maschinen der Fluggesellschaft fliegen werde, "um den Führerschein" nicht zu verlieren. Bei der Pressekonferenz im Hauptquartier des Unternehmens in Vizzola Ticino bei Mailand wurden die Strategien und Programme der Gesellschaft vorgestellt, von der Lauda auch Aktionär ist. Von Laudas Anwesenheit im Team des Unternehmens sowie von seinen Kontakten auf den Markt der Fluggesellschaften wolle Lauda Air Italia stark profitieren, erklärten die Verantwortlichen des Fluggesellschaft. Umsatzwachstum erwartet Im kommenden Jahr werden neue Maschinen eingesetzt und die Anzahl der Destinationen, die den Kunden angeboten werden, erweitert. Die Fluggesellschaft hat kürzlich von der italienischen Flugbehörde Enac die Genehmigung für den Aufbau von Verbindungen mit Kuba, Mexiko, Sri Lanka, Maldive Thailand, Japan und Australien erhalten. Die auf Charterflüge spezialisierte Lauda Air erwartet sich dadurch einen deutlichen Umsatzwachstum. Die Austrian Airlines (AUA) haben am Montag ein endgültiges Flugverbot für Lauda beschlossen. Der neue Vorstandssprecher der Lauda Air, Ferdinand Schmidt, hat Laudas Pilotenvertrag nicht akzeptiert. Damit endete Laudas 21-jährige Dienstzeit als dienstältester Kapitän der Lauda Air. (APA)