Wien - Die Geschäftsbedingungen bei Verträgen mit Telefonanbietern sind oft nicht gesetzeskonform und alles andere als kundenfreundlich. Der Verbraucher wird häufig gar nicht über die Geschäftsbedingungen informiert. Oft sind die Bedingungen auch unklar, unverständlich, unübersichtlich, schwer lesbar sowie ohne Gültigkeitsdatum. Zu diesem Schluss kommt die Arbeiterkammer (AK), die 20 Telefon-Anbieter unter die Lupe genommen hat. Das Telekom-Gesetz nutzt vorwiegend den Anbietern, Konsumenten werden hingegen benachteiligt, bemerkten Harald Glatz und Daniela Zimmer von der AK heute, Mittwoch, bei einem Pressegespräch. Telefon-Anbieter können ihre Leistungen und Preise jederzeit zu ihren Gunsten ändern und müssen das nur im Amtsblatt zur "Wiener Zeitung" anzeigen, nicht aber den Kunden verständigen. Telefonanbieter müssen künftig freiwillig und sofort jede Änderung dem Kunden mitteilen, fordert die AK. Im Telekom-Gesetz müsse geregelt werden, dass Kunden in Geschäftsbedingungen vor Vertragsabschluss einsehen können und über jede Vertragsänderung auf der Rückseite der Telefonrechnung informiert werden. Kunden können laut Telekomrecht derzeit bei Vertragsänderungen vorzeitig kündigen. 17 der 20 untersuchten Unternehmen haben nach der AK-Kritik an ihren Geschäftsbedingungen Änderungen vorgenommen. Viele Klauseln entsprechen nun den AK-Vorschlägen. (APA)