Bild nicht mehr verfügbar.

Foto: APA
Linz/Wien - Vor dem für 12. Dezember geplanten "Temelin-Gipfel" zwischen dem österreichischen Bundeskanzler Wolfgang Schüssel und dem tschechischen Ministerpräsidenten Milos Zeman fordern die Atomgegner und Umweltorganisationen ein Gespräch mit dem österreichischen Regierungschef. Dieser "Gipfel vor dem Gipfel" solle bis spätestens Montag der kommenden Woche statt finden, erklärten die Umweltorganisation Global 2000 und die Bewegung "Anti Atom International" am Mittwoch in einer Aussendung. Sinn des Treffens der Temelin-Gegner mit Schüssel solle sein, dass sich der Bundeskanzler vor seinem Gespräch mit Zeman "ernsthaft mit den brechtigten Anliegen der Atomgegner auseinander setzen muss". Vor allem dürfe Schüssel keinem "faulen Kompromiss" zustimmen, etwa in der Form, dass eine Umweltverträglichkeitsprüfung ohne gleichzeitige Abschaltung des Reaktors in Temelin akzeptiert wird. Damit würde der Bundeskanzler "das einzige Druckmittel gegen Temelin auf europäischer Ebene ohne Gegenleistung aus der Hand" geben, hieß es in der Aussendung. Die Grünen Oberösterreichs kritisierten ebenfalls am Mittwoch in einer Presseaussendung, dass in Tschechien Umweltverträglichkeitsprüfungen (UVP) keine Rechtsverbindlichkeit hätten. Damit würde Temelin auch im Fall eines negativen UVP-Bescheides in Betrieb gehen können, so der Klubobmann der Grünen im oberösterreichischen Landtag, Rudi Anschober, der im Hinblick auf das Treffen Schüssel-Zeman "ein Bestehen Österreichs auf Rechtsverbindlichkeit einer Temelin-UVP" forderte. (APA)