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München - In der Abteilung für Klinische Pharmakologie am Klinikum der Universität München wurde in Laborversuchen mit Mäusen nachgewiesen, dass durch Impfung mit einer bestimmten Gruppe von körpereigenen weißen Blutzellen, den dendritischen Zellen, bereits ausgebildete Tumore zur Rückbildung gebracht werden können. Im Versuch wurde gezeigt, dass kurze Ketten von Kernsäurenmolekülen (sogenanntCpG-Oligonukleotide) auch dendritische Zellen stimulieren können, und sie das Tumorwachstum noch effektiver als mit bisherigen Verfahren hemmen. Ein Nadelöhr dieser Therapieform sind Labormethoden, um die dendritischen Zellen, die aus dem Blut des Patienten selbst gewonnen werden, so zu aktivieren, dass sie das körpereigene Immunsystem gegen den Tumor "scharf machen". Die Immunisierung gegen Tumore mit dendritischen Zellen und die Aktivierung von Leukozyten mit CpG-Oligonukleotiden wird seit wenigen Jahren im Rahmen weltweiter Kooperationen erforscht. Die neue Studie wurde von der Arbeitsgruppe Therapeutische Oligonukleotide (Leiter Dr. Gunther Hartmann) in Kooperation mit Prof. Arthur Krieg am Department of Internal Medicine, University of Iowa, USA, durchgeführt. Die Ergebnisse der Münchner Studie wurden im Journal of Immunology, der Fachzeitschrift der American Association of Immunologists veröffentlicht. (pte)