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Rahonavis ostromi

Grafik: Archiv

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Archaeopteryx

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London/Peking - Nicht größer als eine Krähe war ein gefiederter Dinosaurier, dessen Überreste Wissenschafter in Nordostchina gefunden haben. Er ist das erste derartige Tier, das kleiner ist als der Urvogel Archaeopteryx. Damit sei das Microraptor zhaoianus getaufte Fossil ein wichtiges Bindeglied zwischen den Sauriern und den heutigen Vögeln, schreiben die Entdecker. Xing Xu, Zhonghe Zou und Xiaolin Wang vom Institut für Wirbeltierpaläontologie der Chinesischen Akademie der Wissenschaften in Peking stellen das Fossil im britischen Fachmagazin "Nature" vor. In der gleichen Lagerstätte Lianoning der Provinz Chaoyang waren zuvor bereits andere Überreste von Sauriern mit Feder-artigen Strukturen gefunden worden. Bisher einige Wissenschafter die enge Verwandtschaft dieser Tiere mit den Vögeln jedoch bezweifelt: Bei diesen Funden handele es sich um große, auf dem Boden herumlaufende Tiere. Die unmittelbaren Vorfahren der heutigen Vögel dagegen hätten auf Bäumen gelebt und müssten kleiner und leichter gewesen sein. Dieses Argument wurde nun entkräftet. Missing Link Noch weitere Merkmale lassen den 124 Millionen Jahre alten, Mini-Saurier aus der Kreidezeit als ein "missing link" (fehlendes Bindeglied) zwischen Vögeln und Dinos erscheinen. So sind die Zähne von Microraptor denen der Vögel ähnlich. Auch bei der Untersuchung des Skeletts fanden sich Gemeinsamkeiten, etwa eine reduzierte Anzahl von Schwanzwirbeln. Das Sitzbein von Microraptor gleicht dem des primitiven Vogels Rahonavis, dessen etwa 80 Millionen Jahre alte Überreste auf Madagaskar gefunden wurden. Außerdem besaß der nun entdeckte gefiederte Saurier ähnliche Krallen wie auf Bäumen lebende Vögel heute. Die Forscher vermuten daher, dass Microraptor zhaoianus ebenfalls im Geäst herumturnte. Damit wird die Hypothese gestützt, dass der Vogelflug sich aus einem Gleiten von Baumkronen zum Boden entwickelte. (APA/dpa)