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Tokio - Die Bank von Japan (BoJ) hat nach Analystenangaben offenbar die Europäische Zentralbank (EZB) im November bei den EZB-Interventionen zu Gunsten des Euro unterstützt. Dies gehe aus den am Donnerstag in Tokio veröffentlichten Daten zu den japanischen Währungsreserven hervor, sagten Analysten. In Form von Devisen-Swaps habe die BoJ der EZB de facto Yen für Euro-Käufe bereitgestellt. Eine solche Hilfe der BoJ für die EZB würde den Analysten zufolge die Entschlossenheit der japanischen Notenbank zeigen, den Euro zu stärken, der vielen japanischen Investoren in Europa ein Dorn im Auge ist. "Eine solche Swap-Transaktion würde signalisieren, dass Japan die Anstrengungen der EZB zur Euro-Stärkung mit Wohlwollen sieht", sagte Taisuke Tanaka von Credit Suisse First Boston in Tokio. Devisenreportgeschäfte Auch das Finanzministerium schloss nicht aus, dass die Daten zu den Währungsreserven durch Devisenreportgeschäfte verursacht wurden. "Allgemein gesprochen würde sich ein Devisen-Swap-Geschäft mit ausländischen Zentralbanken in diesen Zahlen äußern", sagte ein Sprecher des Ministeriums. Dies wäre das zweite Mal, dass die Bank von Japan der EZB de facto Yen für Euro-Käufe geliehen hat. Nach Angaben des Finanzministeriums ging die japanische Notenbank bereits im September ein Swap-Geschäft mit der EZB ein. Analysten zufolge finanzierte die EZB damit im Rahmen der gemeinsamen Intervention der G-7-Länder am 22. September Euro-Stützungskäufe. Die EZB hatte im November drei Mal im Alleingang zu Gunsten des Euro interveniert. Die EZB hatte bestätigt, dass sie bei den jüngsten Stützungskäufen am 9. November neben Dollar auch Yen gekauft hatte. (APA/Reuters)