Eisenstadt - Parteivorstand und Parteipräsidium der SPÖ haben Donnerstagabend in Eisenstadt alle für Landtag und Landesregierung relevanten Personalentscheidungen getroffen. Verena Dunst bekommt das vierte SPÖ-Regierungsmandat. Für Verena Dunst als neue Landesrätin hat sich die SPÖ laut SPÖ-Landeshauptmann-Kandidaten Hans Niessl aus mehreren Gründen entschieden: Dunst hat 6.133 Vorzugsstimmen bekommen und im Bezirk Güssing, wo sie SPÖ-Parteivorsitzende ist, 4,6 Prozentpunkte dazugewonnen. Sie verfüge auch über eine glaubwürdige Sachkompetenz etwa in der Vertretung der Frauen und sei konsensfähig, so Niessl. Die Ressortverteilung steht noch nicht endgültig fest, Dunst wird sich aber vorrangig mit den Themen Frauen, Familienangelegenheiten, Konsumentenschutz und Ausbildung beschäftigen. Dunst tritt damit die Nachfolge von LR Peter Rezar an, der seit seinem Eintritt in die Landesregierung 1999 für Frauenfragen zuständig war. Damit verliert Frauenminister Herbert Haupt quasi einen Verbündeten. Bisher konnte Haupt darauf verweisen, dass auch im Burgenland Frauenfragen Männersache sind. Rosen und Ziele Verena Dunst streute Peter Rezar Donnerstag Abend bei ihrer Präsentation als neue SPÖ-Landesrätin Rosen. Sie wolle die erfolgreiche Arbeit Rezars fortführen, sagte sie. Ihre Ziele: im Rahmen der Ziel-1-Förderung noch mehr Arbeitsplätze für Frauen schaffen, den Frauen Chancen auf Qualifizierung bieten und die Kinderbetreuungseinrichtungen verbessern - "eine wichtige Voraussetzung für Frauen, die berufstätig sein wollen oder müssen". Gerade in kleinen Orten sei es noch immer nicht möglich, auf ein ausreichendes Angebot zurückzugreifen. So wie viele Burgenländerinnen wird Dunst "damit zu leben haben, alles zu koordinieren": Beruf und Familie. Die 42-jährige Direktorin der Polytechnischen Schule in Güssing ist verheiratet und Mutter zweier Töchter. "Arbeit wartet sicherlich genug auf mich", ist sich Dunst im Klaren, "ich werde mein Bestes geben." Die neuen SPÖ-Abgeordneten im Landtag werden Edith Sack aus Tadten, Josef Loos aus Illmitz, Klaus Mezgolits aus Steinbrunn, Gabriele Arenberger aus Leithaprodersdorf und Christian Illedits aus Draßburg sein. Neu in den Bundesrat kommen Johanna Auer aus Neufeld und Anna Schlaffer aus Raiding. (APA/red)