Der ORF hat am Donnerstag auf den Programmschwerpunkt zum Thema "Holokaust", in dessen Mittelpunkt die Dokumentationsreihe gleichen Titels stand, hingewiesen. Die Serie von Guido Knopp, Leiter der ZDF-Redaktion Zeitgeschichte sei in einer mit dem ZDF abgestimmten verdichteten ORF-Bearbeitung von Walter Erdelitsch in drei Teilen "zur besten Sendezeit zu sehen" gewesen. Der ORF habe "Holokaust" um 21.05 Uhr bzw. und 21.20 Uhr gesendet. Der ORF reagierte damit auf Aussagen von Ariel Muzicant, Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde, der kritisiert hatte, der ORF habe die Serie "gekürzt und spätabends" ausgestrahlt. Muzicant bei einer Veranstaltung der Lagergemeinschaft Mauthausen: "Was uns in Österreich wirklich noch fehlt, ist ein nationaler Dialog, der wirklich breite Massen der Bevölkerung erreicht. Ein Dialog, der nicht nach Entschuldigungen sucht." Er sehe es - als Nachfahre von Opfern - als "heilige Verpflichtung, dafür einzutreten, dass gewisse Dinge in unserem Land nicht mehr passieren". Diese Beschäftigung dürfe aber kein "Minderheitenprogramm" bleiben. (APA)