Madrid/Lissabon/London - Meteorologen haben am Sonntag vor neuen Stürmen und Regenfällen in Nordspanien gewarnt. Das Unwetter sollte aber nicht solche Ausmaße annehmen wie das Sturmtief, das am Donnerstag und Freitag in Spanien und Portugal insgesamt neun Menschen das Leben gekostet hatte. In Großbritannien gaben die Experten unterdessen Entwarnung, die Gefahr neuer Überschwemmungen sei zunächst gebannt. In der Nacht zum Sonntag hatte es zwar in England, Wales und Schottland noch geregnet, doch reichte dieser Regen nicht aus, um zu neuen Überflutungen zu führen. Sturm und Regen zog am Sonntag Richtung Galicien im Nordwesten Spaniens. In den anderen Gegenden der Iberischen Halbinsel normalisierte sich die Lage weitgehend, die Stürme flauten ab. Etwa 20 Landstraßen in Nordspanien waren am Sonntag noch wegen Überschwemmungen gesperrt. In den vergangenen Tagen waren in verschiedenen Teilen Spaniens fünf Menschen bei den Stürmen und starken Regenfällen ums Leben gekommen. Im Norden Portugals waren am Freitag vier ältere Einwohner eines Dorfes getötet worden, das von einer Schlammlawine zerstört wurde. Rückläufige Wasserstände in Großbritannien Die britische Umweltbehörde berichtete am Sonntag von rückläufigen Wasserständen in allen Flüssen des Landes. Es gebe keine "ernste Warnung" vor neuen Überschwemmungen mehr. Am Samstag waren vor allem Südwestschottland, Nordwestengland und Teile von Wales von heftigen Regenfällen betroffen. Alleine im Süden von Wales wurden die Bewohner von 1.000 Häusern in Sicherheit gebracht. In Hampshire starben zwei Menschen, als ihr Auto bei starkem Regen und schlechter Sicht frontal mit einem anderen zusammenstieß. In Devon starb eine Ehepaar, als es mit seinem Auto in einen Fluss gespült wurde. Die Meteorologen sagten, zwar werde sich die Lage in den nächsten Tagen vermutlich weiter entspannen, doch müsse nach wie vor mit Überflutungen gerechnet werden, falls es wieder lang und heftig regne. (APA/dpa)