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Pompeji - Archäologen haben nahe der weltberühmten Ruinenstadt von Pompeji bei Neapel einen einzigartigen antiken Schatz gefunden. Die Zeitung "La Repubblica" berichtete am Freitag, dabei handle es sich um wertvolle Schmuckstücke, die ein reicher Geschäftsmann vor etwa 2.000 Jahren seiner blutjungen Lieblingsklavin geschenkt habe: Armreifen in Form einer Schlange mit Diamant-Augen, 2,5 Meter lange Ketten, ein Goldring mit Gravur. Überreste eines Stundenhotels Erst vor einem Monat hatte die Zeitung über die Entdeckung des antiken "Grandhotels Pompeji" bei Straßenbauarbeiten berichtet. Der Schmuck sei etwa 100 Meter entfernt in den Überresten einer bescheideneren Herberge gefunden worden. Archäologen sprachen von einer grandiosen Entdeckung, die auch Neues über das Leben im Altertum offenbare. Tod auf der Flucht vor dem Vulkan Der reiche Geschäftsmann und seine Geliebte im Kindesalter seien auf der Flucht gestorben, als Pompeji 79 n.Chr. bei einem Ausbruch des Vulkans Vesuv von einem Ascheregen verschüttet wurde. Der Ring habe noch am Finger des Mädchenskeletts gesteckt. Die anderen Schmuckstücke habe die Sklavin seinerzeit in einem Stoffsack in Sicherheit bringen wollen. Stundenhotels der Antike Die neuen Funde belegten auch, dass es bereits in der Antike Herbergen für gewisse Stunden gab. "Nicht im heutigen Sinne Stundenhotels und auch keine Bordelle", erläutern Archäologen. Aber Orte für Paare, die vor indiskreten Blicken geschützt sein wollten. Zugleich werde deutlich, dass es im alten Rom "Favoritinnen" unter den Sklavinnen gab, die zwar nicht die Freiheit erhielten, aber eine Stufe über den anderen standen. (APA)