Nizza - Die ersten neuen EU-Mitglieder könnten schon bei den nächsten Europawahlen 2004 dabei sein. Die EU-Staats- und Regierungschefs haben diese Hoffnung beim Gipfel in Nizza ausgedrückt, sagte Frankreichs Europaminister Pierre Moscovici am Freitag bei einer Pressekonferenz. Die EU wolle mit 31. Dezember 2002 bereit sein für die Aufnahme neuer Mitglieder, bekräftigte Moscovici. Wenn die Kandidaten die Kriterien erfüllen, könnte es schon am 1. Jänner 2003 die ersten EU-Beitritte neuer Mitglieder geben. "Die Erweiterung ist eine historische Chance", unterstrich der Europaminister die Absicht der EU zur Aufnahme der Beitrittskandidaten. Die Mitgliedsländer würden ihre Verantwortung wahrnehmen und die in sie gesetzten Erwartungen erfüllen, zeigte er sich optimistisch. Die EU führt Verhandlungen mit zwölf Beitrittskandidaten (Tschechien, Slowakei, Ungarn, Slowenien, Estland, Lettland, Litauen, Rumänien, Bulgarien, Polen, Malta und Zypern). Die Türkei hat ebenfalls den Status eines Beitrittskandidaten, allerdings werden noch keine Gespräche geführt. (APA)