Nizza - Österreich hat nun dem Vorschlag der französischen Präsidentschaft zur Zukunft der EU-Kommission zugestimmt. Dies sagten österreichische Diplomaten am Sonntagabend beim EU-Gipfel in Nizza. Der Vorschlag sieht vor, dass ab 2005 und bis zu einer Erweiterung der Union auf 27 Länder jedes Mitgliedsland einen Kommissar erhält. Erst dann soll die Zahl der Kommissare geringer sein als die Zahl der Mitgliedsländer. Anlässlich der Erweiterung der Union auf 27 Länder sollen die EU-Länder nochmals einstimmig darüber entscheiden, um wie viele Mitglieder die EU-Kommission verringert wird und wie die Rotation zwischen den Mitgliedsländern im Detail umgesetzt wird. Die Rotation soll aber auf gleichberechtigter Basis stattfinden. Eine Erweiterung auf 27 Länder heißt, dass alle zwölf Staaten, mit denen derzeit verhandelt wird, aufgenommen werden. Vor allem für Rumänien und Bulgarien ist derzeit ein Beitrittsdatum noch nicht absehbar. Als beschlossen gilt diese Einigung jedoch erst, wenn das gesamte Paket beschlossen ist. (APA)