Wien - Kritik an der Regierungsvorlage zum Hochschülerschaftsgesetz, die morgen, Dienstag, im parlamentarischen Wissenschaftsausschuss behandelt wird, übt SPÖ-Wissenschaftssprecher Erwin Niederwieser. Das geplante e-voting für die Hochschülerschafts-Wahl im kommenden Jahr, also die Möglichkeit der Stimmabgabe über Internet, sei "völlig unausgereift", die SPÖ werde "für einen Gag nicht die Grundsätze geheimer Wahlen opfern", so Niederwieser. Im Rahmen eines Pilotprojekts soll an der Wirtschaftsuniversität Wien die ÖH-Wahl 2001 per e-voting ermöglicht werden. Niederwieser befürchtet, es sei weder gesichert, dass auch tatsächlich der betreffende Student die Stimme abgebe, noch dass das Wahlgeheimnis gewahrt bleibe". "Da werden die Grundsätze des allgemeinen, gleichen, geheimen und persönlichen Wahlrechts ausgehebelt". Spätestens seit der Polizei-Datenbank EKIS wisse man, dass man auch unter falschem Namen in ein Computersystem hineinkomme. Wolle man ein wirklich sicheres Wahlsystem per Computer, seien Investitionen in der Größenordnung von 150 bis 200 Mill. S nötig. "Da weiß ich mir dringendere EDV-Investitionen an den Unis als dass die Studenten von zu Hause aus wählen können", so Niederwieser. (APA)