Wien - Die Sonderkommission zur Untersuchung der Spitzelaffäre will sich nicht festlegen, wann sie ihre Ermittlungen abschließen wird. "Wir haben noch Ermittlungen durchzuführen. Wir haben noch Abklärungen durchzuführen. Und der Fall ist noch nicht fertig", kommentierte Soko-Sprecher Robert Sturm am Montag auf Anfrage der APA einen Bericht der "Kronenzeitung", die Ermittlungen seien "so ziemlich abgeschlossen". Aus der Staatsanwaltschaft war kein Kommentar zu erhalten. Sturm berichtete, es gebe immer wieder Aufträge seitens der Staatsanwaltschaft, daher sei ein Ende nur schwer abzuschätzen. Man habe auch intern diskutiert, ob es möglich sei, einen Termin anzugeben, dies dann aber verworfen: "Das würde nur zu Spekulationen Anlass geben. Und das wollen wir nicht." "Man kann die Menschen nicht zwingen zu einer Aussage." Aus der Staatsanwaltschaft war noch weniger zu erfahren. Zum Verfahrensstand und überhaupt zur Spitzelaffäre gebe es "keinen Kommentar", so der Erste Staatsanwalt, Helmut Kellner. Zu den Wiener FPÖ-Politikern Hilmar Kabas und Michael Kreißl, die sich beklagt hatten, dass sie in der Causa noch nicht befragt worden seien, sagte Sturm, ihm sei noch kein Einvernahmetermin bekannt. Sollten Kabas und Kreißl dabei - wie angekündigt - keine Aussage machen, würde die Angelegenheit ans Gericht zurück verwiesen. Dies sei "sehr oft der Fall" und eine übliche Vorgangsweise, so der Soko-Sprecher. Denn: "Man kann ja die Menschen nicht zwingen zu einer Aussage." (APA)