Klagenfurt - Die ÖVP-Kärnten lehnt die von den Freiheitlichen geforderte Verkleinerung des Landtages von derzeit 36 auf 18 Abgeordnete ab. "Damit würde der Landtag auch an Bedeutung verlieren", sagte Landesobmann Georg Wurmitzer am Montag bei einem Pressegespräch in Klagenfurt. Vielmehr sollte über eine Aufwertung des Landesparlamentes nachgedacht werden. Wurmitzer kann sich vorstellen, dass der Bund Kompetenzen an die Länder abgibt. Er nannte in diesem Zusammenhang den "übertragenen Wirkungskreis", der den Ländern hohe Kosten und Verantwortung, aber wenig Mitsprache einbringe. Mehr Kompetenzen für die Länder würden jedoch für den Bund einen gewissen Machtverzicht bedeuten. Der VP-Landesrat erinnerte daran, dass von den gesamten Steuereinnahmen der Bund pro Kopf 100.000 Schilling, die Länder 40.000 S und die Gemeinden 20.000 S verwalten würden. "Da ist noch sehr viel Spielraum", sagte er. Wurmitzer gab auch zu bedenken, dass derzeit an einer Senkung der Mandatshürde für den Einzug in den Landtag gearbeitet werde. "Wie aber soll bei nur 18 Abgeordneten das Grundmandat erreicht werden?", fragte er. Denn da wären für ein Mandat rund 16.000 Stimmen erforderlich. Ambrozy wirft FPÖ "Konfliktkurs" vor Der Kärtner SPÖ-Vorsitzende LHStv. Peter Ambrozy bekräftigte das Nein seiner Partei zu Verkleinerung von Landtag und Landesregierung sowie Abschaffung der Konzentrationsregierung. Gerade in Kärnten sei die Zusammenarbeit aller Parteien erforderlich, sagte Ambrozy am Montag bei einem Pressegespräch nach der Sitzung des Parteivorstandes in Klagenfurt. Das sollte "wichtiger sein als der Konfliktkurs, den die FPÖ anstrebt". (APA)