Wien - Die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) hat sich am Dienstag mit der neuen Struktur der Österreich Werbung (ÖW), die gestern in der Generalversammlung beschlossen wurde und die der heimische Marketingverein ab 1. Jänner 2001 erhalten wird, zufrieden gezeigt. Nach vielen Verhandlungsrunden und endlosen Sitzungen stehe nun wieder die fachliche Arbeit in der ÖW im Vordergrund und weniger organisatorische und formale Fragen", betonte der Obmann der WKÖ-Sektion Tourismus, Johann Schenner, in einer Aussendung. Die ÖW, die derzeit zu 60 Prozent dem Bund und zu je 20 Prozent der Wirtschaftskammer Österreich und den Ländern gehört, soll mit 1. Jänner von einem Verein in eine GmbH unter Beibehaltung eines Restvereins umgewandelt werden. Die Länder steigen als Eigentümer aus, so dass an der GmbH künftig nur mehr Bund und die Wirtschaftskammer beteiligt sind. Weiters soll ein Marketingbeirat installiert werden, in dem u.a. Vertreter aller Bundesländer sowie der Reisebüros vertreten sein werden. Noch ausdiskutiert muss hingegen der neue Marketingplan werden, über den gestern wegen Uneinigkeit nicht abgestimmt wurde. Personalhoheit Der neue ÖW-Geschäftsführer Arthur Oberascher, der mit 1. Jänner auf Michael Höferer folgt, wird laut neuen Statuten, die gestern beschlossen wurden, künftig wieder über die Personalhoheit verfügen, die derzeit beim Präsidium liegt. Ab Jänner soll auch das Einstimmigkeitsprinzip im Präsidium bei allgemeinen Entscheidungen fallen. Künftig wird es im Präsidium nur mehr zwei Stimmführer geben, wobei dem Bund drei Stimmen und der Wirtschaftskammer eine Stimme zustehen. Damit hat der Bund eine Dreiviertelmehrheit im Präsidium. Für tiefgreifende Entscheidungen wie eine Statutenänderung oder die Aufnahme neuer Vereinsmitglieder sind künftig aber 80 Prozent der Stimmen notwendig. Einstimmigkeit ist laut WKÖ aber nach wie vor bei Bestellung und Abberufung des Geschäftsführers, Genehmigung des Budgets, Eröffnung und Schließung von Außenstellen sowie strategische Grundsatzplanungen nötig. (APA)