Bonn - Nach dem Aus für die Concorde erwägt der europäische Flugzeughersteller Airbus die Produktion neuer Überschall-Jets. In der Grundkonzeption sei an einen vergrößerten Nachfolger der Concorde gedacht, meldete das in Bonn erscheinende Fachmagazin "Flug-Revue" am Montag im Voraus aus seiner jüngsten Ausgabe unter Berufung auf ein Interview mit Airbus-Chefingenieur Jean-Jacques Mirat. Die vierstrahlige Maschine für etwa 250 Passagiere soll demnach doppelte Schallgeschwindigkeit erreichen. "Öko"-Airbus Konzepte für einen neuen Überschall-Jet, einen "Öko-Airbus" oder einen so genannten "Nurflügler" sollen dem von der deutsch-französischen Luftfahrtgruppe EADS dominierten Airbus-Konzern in einigen Jahrzehnten das Image als Technologie-Schrittmacher erhalten. Nach dem Absturz einer Concorde im Juli bei Paris sind die einzigen Überschall-Linienflugzeuge der Welt bei Air France und British Airways seit Monaten aus dem Verkehr gezogen. Wegen Sicherheitsbedenken erwarten Experten nicht, dass die Maschinen nach rund 30 Jahren Einsatz jemals wieder aufsteigen dürfen. 1000 neue Stellen in Deutschland Der Höhenflug von Airbus bringt erstmals seit Jahren auch neue Arbeitsplätze. In den sieben deutschen Airbus-Werken werden 2001 mindestens 1.000 Stellen geschaffen werden. Darüber hinaus plane der deutsche Airbus-Unternehmensteil in den kommenden beiden Jahren Investitionen von rund einer Milliarde Euro (13,76 Mrd. S). Airbus fertigt im europäischen Verbund monatlich 22 Flugzeuge der kleinen Baureihe A319 bis A321. Im übernächsten Jahr sollen es 30 pro Monat sein, also eines pro Tag. Ab Herbst 2001 wird als neues Modell der kleinste Airbus A318 mit 107 Passagierplätzen in Hamburg endmontiert werden. (APA/dpa)