Washington - Hillary Clinton, bis zum Auszug ihres Gatten Bill aus dem Weißen Haus im Jänner First Lady der USA, hat am Montag definitiv ausgeschlossen, dass sie sich im Jahre 2004 um das Präsidentenamt bewerben könnte. Sie habe die Absicht, ihr eben erst erworbenes Mandat als Senatorin für den Bundesstaat New York voll zu erfüllen und dieses laufe über sechs Jahre, sagte die demokratische Politikerin in einem Interview für CNN. Auf die Frage des CNN-Paradeinterviewers Larry King, ob es sie nicht reizen würde, 2004 zur Rückeroberung des Weißen Hauses anzutreten, falls der Republikaner George W. Bush jetzt dort einziehen sollte, sagte Hillary Clinton klipp und klar: "Nein. Ich habe die Absicht, eine bestmögliche Senatorin zu sein. Ich habe den Wählern versprochen, meine Amtszeit von sechs Jahren voll zu erfüllen. Und daran will ich mich definitiv halten". In dem derzeitigen juristischen Tauziehen zwischen Al Gore und George Bush unterstützte die First Lady den Standpunkt des Demokraten, dass dem Wählerwillen Rechnung getragen werden und daher eine Handnachzählung in Florida durchgeführt werden müsse. Für die Zukunft wäre jedoch eine Abschaffung des Wahlmännerkollegiums wünschenswert. Bei der US-Präsidentenwahl sollte nur die reine Stimmenzahl gelten. Große Hoffnung auf eine rasche Änderung habe sei aber nicht, denn es handle sich hier um eine heikle Verfassungsfrage. Hillary Clinton rechnet nicht damit, dass sie im Senat rasch "in die erste Reihe" aufsteigen könnte. "Dort läuft es nach dem Senioritätsprinzip und da lieg' ich derzeit ziemlich weit hinten", sagte sie. (APA/AP)