Die Mehrheit der deutschen Bevölkerung lässt sich durch den Wirbel um die Containershow "Big Brother" offensichtlich nicht blenden. Die meisten Menschen (79 Prozent) glauben, dass die Berühmtheit der Show-Kandidaten nur von kurzer Dauer ist. Nur eine kleine Minderheit der Deutschen (vier Prozent) wäre zudem bereit, sich selbst für 100 Tage in den TV-Container zu begeben und rund um die Uhr von Kameras beobachten zu lassen. Das ergab eine repräsentative Telefonumfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid unter 1000 Erwachsenen, die in der Jänner-Ausgabe der Frauenzeitschrift "Amica" veröffentlicht wird. Ein Verbot der Sendung, wie von Politikern und Medienwächtern noch zum Start der Show bei RTL II im Frühjahr 2000 diskutiert, kommt für die Mehrheit (71 Prozent) jedoch nicht in Betracht. Fast ein Viertel der Befragten (23 Prozent) plädiert allerdings dafür, "Big Brother" überhaupt nicht auszustrahlen. 62 Prozent der deutschen Bundesbürger meinen, dass das Verhalten der Container-Bewohner "nicht authentisch" sei, 15 Prozent glauben hingegen, die Kandidaten spielten keine Rolle. Ob "Big Brother" die Zukunft des Fernsehens insgesamt verändern werde, lässt sich nach der Umfrage nicht mit Sicherheit sagen, denn die Meinungen sind zur Hälfte geteilt: 52 Prozent sind der Ansicht, "Big Brother" habe keine Auswirkungen auf das künftige Fernsehen, 43 Prozent denken, die Zukunft sei durch "Big Brother" geprägt. (APA)