Hamburg - Die Prostitution hat bei den Deutschen den Makel des Unsittlichen verloren. Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Zeitung "Die Woche" sind 62 Prozent der BundesbürgerInnen der Meinung, Prostitution sollte als Beruf anerkannt werden. 27 Prozent sind dagegen. Die Einschätzung ist bei Männern mit 67 Prozent stärker ausgeprägt als bei Frauen mit 58 Prozent. Das Forsa-Institut hatte vom 8. bis 10. Dezember 1.002 BundesbürgerInnen repräsentativ befragt. Verständnis für die "Freier" Ein noch größerer Prozentsatz der Befragten - 75 Prozent - kann es verstehen, wenn jemand zu einer Prostituierten geht. Nur 18 Prozent findet dies unverständlich. Auch hier differieren die Ergebnisse bei den Geschlechtern: 80 Prozent der Männer bringen für die Freier Verständnis auf, bei den Frauen sind es 69 Prozent. Das Urteil des Berliner Verwaltungsgerichts, Prostitution müsse als "Teil des Zusammenlebens" der Gesellschaft akzeptiert werden, wird von der Umfrage gestützt. Nur noch eine Minderheit empfindet sie als sittenwidrig. (APA/dpa)