Wien - Die beiden Wiener FPÖ-Politiker Klubobmann Hilmar Kabas und sein Landesparteisekretär Michael Kreißl droht laut der Info-Illustrierten "News" das politische Aus. Die Wirtschaftspolizei habe belastende Daten auf der Festplatte von Kreißls Computer gefunden, die vor der Hausdurchsuchung im November gelöscht worden seien. Seitens der Wirtschaftspolizei wurde die Vorausmeldung des Magazins weder bestätigt noch dementiert. Die Wiener FPÖ sprach von einem "Worm-Krepierer der Sonderklasse". Knapp vier Wochen lang hätten die EDV-Experten der Wirtschaftspolizei damit verbracht, "unzählige gelöschte Dateien auf dem Datenträger des Kreißl-Pcs zu rekonstruieren", schreibt "News". Die gefundenen Datenbestände sollen Kabas und Kreißl derart massiv belasten, dass man in Justizkreisen davon ausgehe, dass deren Politiker-Karrieren "alsbald einen veritablen Knick erleiden werden". "komplexe Nachweise über verbotene Interventionen und Datenbeschaffungen" Laut der Info-Illustrierten wurden "komplexe Nachweise über verbotene Interventionen und Datenbeschaffungen" gefunden, die die bereits bestehenden Verdachtsmomente nicht nur erhärten, sondern auch zusätzliche Tatbestände eröffnen sollen. Diese "Datenflut" müsse jetzt erst einmal ausgewertet werden, bevor Kreißl und Kabas einvernommen werden könnten. FPÖ-Landesparteisekretär Kreißl meinte in einer Replik, "einmal mehr wird sich die Berichterstattung von 'News' als Worm-Krepierer (Alfred Worm ist Mitherausgeber von "News", Anm.) herausstellen". Kreißl zeigte sich gespannt, welch hochbrisantes Datenmaterial bei seinem Notebook "geknackt" worden sein soll. "Sicher wieder ein Pressedienstentwurf, welchen man schon seit langem in der APA nachlesen hätte können. Aber bevor News einen Blick ins APA-Archiv wirft, beschafft es sich bekanntlich meist widerrechtlich Ermittlungsergebnisse gleichen Inhalts, um diese dann als Knüller zu verkaufen", so Kreißl in seiner Aussendung. Der Wiener SPÖ-Landesparteisekretär Harry Kopietz hingegen sieht "immer mehr brisante Beweise gegen die Wiener FPÖ-Spitze" Immer neu auftauchende Beweise würden belegen, dass - so Kopietz in Richtung Kabas und Kreißl - der "Dreck an ihren Stecken bis zum Himmel reicht". Wenn die FPÖ nun die Justiz "anschütten" und mit öffentlichen Stellungnahmen zum gehorsam zwingen wolle, "dann ist das ein Skandal, den man nicht oft genug thematisieren kann", sagte Kopietz. (APA)