Wien - Gesundheitsstaatssekretär Reinhart Waneck (F) erklärte dem "Kurier" (laut Donnerstag-Ausgabe), man habe sich Mittwoch Nachmittag darauf verständigt, Kassenambulatorien auf deren Wirtschaftlichkeit zu prüfen. Sollte diese nicht gegeben sein, wolle man die betreffenden Ambulatorien schließen. Die Fachambulatorien - exklusive Zahnambulatorien - würden jährlich einen Abgang von rund 200 Millionen Schilling ausweisen. Laut Waneck sei die logische Konsequenz aus dem Schließen von Ambulatorien, dass man mehr Kassenverträge für Fachärzte vergeben werde. Auch Gruppenpraxen könnten jene Aufgaben übernehmen, die derzeit von Kassenambulatorien erfüllt werden. Ausdrücklich bejahte Waneck, dass auch Zahnambulatorien geschlossen und durch niedergelassene Ärzte ersetzt werden könnten. Durch den Ersatz von Ambulatorien mittels niedergelassener Ärzte würde das Problem der Ambulanzgebühren entschärft, denn beim Arzt müsse das Gros der Patienten keinen Selbstbehalt entrichten. Waneck wird einen Gesetzesvorschlag ausarbeiten. (APA)