Stuttgart - Herpes-Infektionen im Genitalbereich nehmen weltweit zu. Die Gründe dafür sind noch unklar, wie die deutsche MedizinerInnen-Zeitschrift "Ärztliche Praxis" berichtet. Immer öfter sei der Erreger HSV-1 mit im Spiel, der früher nur als Lippen-Herpes bekannt gewesen sei. Am häufigsten von Herpes betroffen sind nach Angaben der ExpertInnen Frauen zwischen dem 20. und 35. Lebensjahr, die bereits viele Sexualpartner hatten. In den USA werden dem Bericht zufolge bereits 30 Prozent aller Herpes-bedingten Genitalinfektionen und in Norwegen sogar über 70 Prozent von HSV-1 ausgelöst. WissenschafterInnen vermuten, dass dies möglicherweise auf eine Zunahme oraler Sexpraktiken zurückzuführen ist. (APA/AP)