Bundeswehr interessiert sich für eine Laserwaffe, die Menschen und Fahrzeuge per Elektroschock außer Gefecht setzen kann, ohne dauerhafte Schäden zu verursachen. Nach Informationen des Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL lässt das Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung derzeit prüfen, ob die Waffe, die von der kalifornischen Firma HSV Technologies entwickelt wird, als so genanntes "nicht tödliches Wirkmittel" einsetzbar wäre - beispielsweise bei friedenserhaltenden Maßnahmen. Eine Entwicklungszusammenarbeit mit HSV Technologies hängt davon ab, ob die Laserwaffe ihre Opfer tatsächlich weder verletzt noch verkrüppelt?, sagte ein Mitarbeiter der Wehrtechnischen Dienststelle für Schutz- und Sondertechnik Oberjettenberg dem SPIEGEL. Sei dies der Fall, könne die Waffe bei Konflikten einen dritten Weg zwischen Diplomatie und blutigem Kampf eröffnen. Das Prinzip der Laserwaffe funktioniert bis zu einer Entfernung von 100 Metern. Ein ultravioletter Lichtstrahl lädt die Luft elektrisch auf, so dass ein Stromstoß von der Waffe bis zum Ziel übertragen wird. Menschliche Muskeln werden dadurch kurzfristig gelähmt. Bei Autos oder Panzern kann ein entsprechend stärkerer Stromstoß die Elektronik zerstören.