Der Aktienkurs des schwedischen Telekommunikationskonzerns Telia ist am Montag eingebrochen, nachdem das Unternehmen bei der Vergabe der UMTS-Lizenzen am Wochenende leer ausgegangen war. Kurz nach der Börseneröffnung in Stockholm wurde die Telia-Aktie mit 51 Kronen (5,9 Euro/81,8 S) und damit einem Minus von 14 Prozent gegenüber Freitag gehandelt. Bei der Teilprivatisierung des staatlichen Unternehmens im Frühsommer hatten mehr als eine Million Schweden und damit mehr als zehn Prozent der Bevölkerung Aktien für jeweils 85 Kronen gekauft. Die staatliche Teleaufsicht PTS hatte am Samstag vier UMTS-Lizenzen für die dritte Handy-Generation vergeben. Unter zehn Bewerbern ging dabei neben Telia auch die Deutsche Telekom leer aus. Den Zuschlag erhielten unter anderem Gruppen unter Beteiligung von British Vodafone, France Telecom, dem norwegischen Medienkonzern Schibsted und der schwedischen Finanzgesellschaft Investor. Die Gesamtinvestitionen werden auf 17,7 Mrd. DM beziffert. Die Kurse aller Unternehmen mit UMTS-Lizenzen zogen Montag früh in Stockholm an. (APA/dpa)