Bild nicht mehr verfügbar.

Georg Winckler

Foto: APA/Artinger
Wien - Für den Vorsitzenden der Österreichischen Rektorenkonferenz (ÖRK) und Rektor der Uni Wien, Georg Winckler, "stimmt die große Linie" der am Freitag vom Bildungsministerium präsentierten Reformpläne für die österreichischen Universitäten. Vor allem der Bereich Organisationsrecht entspreche der von der ÖRK geforderten Linie. "Knackpunkte" sieht Winckler einerseits in der Umsetzungsphase des neuen Rechts und kritisiert in diesem Zusammenhang die vom Ministerium nicht geplante gestaffelte Einführung. Andererseits werde es beim Dienstrecht auf Grund des durchbrochenen Karrieremodells davon abhängen, ob es genügend hohe Chancen gebe, von einem Dienstverhältnis in das nächste zu wechseln. Opting-In-Klausel fehlt Die Vorschläge des Ministeriums über das neue Organisationsrecht seien keine Überraschung gewesen. Kritisiert werden von Winckler dabei nur zwei Punkte: Die von der ÖRK geforderte "Opting-In-Klausel", wonach die einzelnen Unis innerhalb eines bestimmten Zeitraums selbst bestimmen sollen, wann sie in das neue Recht überwechseln, sei derzeit nicht vom Ministerium vorgesehen. Geplant ist vielmehr, dass das neue Organisationsrecht mit 1. Oktober 2002 an allen Unis in Kraft tritt. "Das entspricht nicht den Vorstellungen der Rektorenkonferenz, weil einige Universitäten erst seit kurzem im Universitätsorganisationsgesetz 1993 sind, manche Kunstuni noch gar nicht", sagte Winckler. In der Reformpunktation vermisst wird vom Rektorenchef auch der von der ÖRK geforderte Passus einer "bedarfgeprüften Startausstattung". Ohne diese sei der Schritt in die Autonomie nicht sinnvoll, "es sei denn, der Staat will sich von der Bildungs- und Forschungspolitik verabschieden". Enger Zwitplan Persönlich hat Winckler kein Problem mit der vom Ministerium geplanten Abschaffung der Pragmatisierung, er habe sich immer für deren Ende ausgesprochen. "Das Angestelltenrecht ist ein hinreichend gutes Recht, und das hat nichts mit Hire and Fire zu tun", erklärte der ÖRK-Vorsitzende. "Sehr eng gefasst" ist für Winckler der Zeitplan für die Reform. "Es ist wichtig, dass es eine gute und nicht eine schnelle Reform wird. Denn nicht jede schnelle Reform ist auch gut", meinte Winckler. (APA)