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Nie mehr so rau ...

Foto: Archiv
Linz - Wissenschaftler des Instituts für Experimentelle Physik der Universität Linz haben herausgefunden, dass eine Vorbelegung der Kupferoberfläche mit Sauerstoff zu einem perfekten Wachstum atomar glatter Kobaltschichten führt. Ultradünne magnetische Filme, bestehend aus wenigen Atomlagen eines magnetischen Materials wie Kobalt oder Eisen, aufgedampft auf einem nicht-magnetischen Substrat wie Kupfer, besitzen völlig neuartige und technologisch relevante magnetische Eigenschaften. Bisherige Arbeiten hatten ergeben, dass Kobalt auf der unbehandelten, reinen Kupferoberfläche nur als rauher Film aufwächst, was sich für die gewünschten magnetischen Eigenschaften als nachteilig erweist. Durch Anwesenheit des Sauerstoffs wird die Oberflächenspannung des Kobaltfilmes herabgesetzt, so dass der Film die Kupferfläche vollständig benetzt, während sich ohne Sauerstoff kleine Hügel ausbilden und ein rauher Kobaltfilm entsteht. Der Sauerstoff, der sich anfangs auf dem Kupfer befindet, "schwimmt" auf die Oberfläche der deponierten Kobaltschicht auf und sorgt für ein nahezu perfektes "Lage-für-Lage-Wachstum". (pte)