Rund um das Handy ist ein neuer, ausgesprochen gewinnversprechender Markt entstanden: Kleine Bilder auf dem Display und aktuelle Hitparadentitel als Klingelton sollen dem Mobiltelefon ein individuelleres Flair verleihen - doch dieser Luxus kann ganz schön ins Geld gehen. Bis zu 50 Schilling kann es kosten, wenn man den Schriftzug seines Mobilfunk-Providers durch den eigenen Namen, ein nettes Tierchen, oder einen rasanten Sportflitzer ersetzen möchte. Auch Gruppensymbole, die speziellen Telefonnummern zugeordnet werden können, werden im Internet angeboten. Versand per SMS Das neue Logo oder der neue Sound werden per SMS in das Handy eingespielt - sofern es diese Funktionen unterstützt. Bezahlt wird durch den Anruf über eine kostenpflichtige 0900-Nummer, über die der User entweder ein Passwort erhält, das er dann auf einer Webseite im Internet eingeben muss, oder man arbeitet sich menügesteuert am Telefon bis zu der gewünschten Funktion durch. Da der Anruf bei so manchem Anbieter um die 50 Schilling die Minute kostet, empfiehlt es sich, sehr, sehr vorsichtig beim Eintippen der notwendigen Ziffernfolgen zu sein, denn die Uhr läuft natürlich auch bei einem Eingabefehler weiter. Obwohl der Spaß ein teurer ist, ist die Nachfrage enorm: Alois Hörhager von der Tiroler Netres GmbH. etwa, die die Webseite www.handylogos.at betreibt, registriert täglich bis zu 1500 kostenpflichtige Anrufe, und die Community, die sich rund um dieses Angebot gebildet hat und dafür immer wieder mit kostenlosen Goodies belohnt wird, zählt bereits mehr als 85.000 Mitglieder. "Die meisten unserer Mitglieder sind zwischen 15 und 30 Jahren alt", weiß Hörhager zu berichten, allerdings greifen auch immer mehr Kinder zum Telefon, um ihr erstes Handy entsprechend zu verzieren. + Editor Thomas Kessler, der in Deutschland die Ein-Mann-Firma Kessler Wireless Design betreibt, bietet Handybesitzern aus Österreich, Deutschland und der Schweiz unter www.smart-sms.com nicht nur vorgefertigte Logos an, über einen kleinen Editor können Benutzer auch online ihr eigenes Bild erstellen und sich dann aufs Handy schicken lassen. Hier kostet die Minute bis zu 33 Schilling. Die Benutzer können aber auch gleich die Software, mit der Kessler seine kleinen Kunstwerke erstellt, kaufen und dann ihr Handy per Laptop und Infrarot-Schnittstelle selbst programmieren. Vorausgesetzt natürlich wieder, das entsprechende Handy unterstützt diese Funktion auch. Dies ist vor allem für User interessant, die öfter ihr Logo ändern wollen, denn normalerweise kann man die Bildchen aus dem Netz nur einmal verwenden, wenn man ein anderes darüber installiert, ist das erste unwiderruflich weg. Billige Alternative Den billigsten Logo-Versand betreibt die Universal Communication Platform AG (UCP) aus Wien, die mit den kleinen Bildchen nicht das große Geschäft machen, sondern lediglich die Besucherzahlen ihrer Website www.sms.at in die Höhe treiben will: Hier bestellt der User seine Logos oder Klingeltöne per SMS, und es fallen dabei nur die Kosten für den Versand einer Kurznachricht an.