Erlangen-Nürnberg - Für den Ausbruch und den Ablauf der AIDS-Erkrankung spielen drei Gene des Immunschwächevirus HIV eine wichtige Rolle. Am Institut für Klinische und Molekulare Virologie der Universität Erlangen-Nürnberg untersuchten Mediziner, wie die Produkte dieser Gene, die Virusproteine, im Zusammenspiel mit den Proteinen der befallenen Zellen funktionieren. Wird das HI-Virus in Zellkultursystemen gezüchtet, so zeigt sich, dass die Gene mit den Bezeichnungen nef, vpr und vpx die Bauanleitungen für die entsprechenden Virusproteine Nef, Vpr und Vpx enthalten und für die Virusvermehrung entbehrlich sind. Allerdings tragen sie dazu bei, dass sich die Viren in den Wirtszellen des Immunsystems festsetzen und die Erkrankung ausgelöst wird. Auch beeinflussen sie den Verlauf der Erkrankung. Durchgeführt werden die Untersuchungen unter anderem mit einer reproduzierbaren, standardisierten und hochauflösenden zweidimensionalen Gelelektrophorese - einem Verfahren, mit dessen Hilfe einzelne Proteine aus einem Substanzgemisch isoliert werden können. (pte)