Wien - SPÖ-Konsumentenschutzsprecher Johann Maier begrüßte das von Gesundheitsminister Herbert Haupt ausgesprochene Importverbot von Rindfleisch aus Deutschland, forderte jedoch gleichzeitig eine generelle Rückrufaktion für Wurst- und Fleischprodukte mit Risikomaterial etwa aus der Bundesrepublik und Belgien. Auch in Österreich sollte die Verwendung von Separatorenfleisch hinterfragt werden, verlangte Maier am Donnerstag in einer Aussendung. Eine Untersuchung in Deutschland, die erst heuer durchgeführt worden sei, habe in neun Prozent der Leberwürste und in 15 Prozent der Mettwürste Hirn- und Nervengewebe nachgewiesen. Betroffen seien vor allem teure, als qualitativ besonders hochwertig geltende Sorten gewesen, erläuterte Maier. Es sei nicht ausgeschlossen, dass solche Wurstwaren auch bei uns in den Handel gelangt sind. "Daher fordere ich den zuständigen Minister Haupt auf, sofort eine Rückrufaktion zu veranlassen und gleichzeitig für eine lückenlose Vernichtung kontaminierter Waren zu sorgen", erklärte Maier. (APA)