Madrid - Spanien hat 138.000 illegalen Einwanderern in einem Sonderverfahren Aufenthaltsgenehmigungen erteilt. Knapp 90.000 Anträge auf eine "Legalisierung" wurden abgelehnt. Davon sollen 60.000 nochmals überprüft werden. 30.000 Immigranten erhielten von den spanischen Behörden den Bescheid, dass sie das Land verlassen müssen. Dies sind die Ergebnisse des Sonderverfahrens, bei dem illegale Einwanderer im vorigen Sommer unter bestimmten Bedingungen Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigungen beantragen konnten. Eine Voraussetzung war, dass die Immigranten nachweisen konnten, dass sie seit wenigstens einem Jahr in Spanien lebten. Wie der für Ausländerfragen zuständige Staatssekretär Enrique Fernandez Miranda am Donnerstag in Madrid mitteilte, sind weitere Sonderaktionen dieser Art nicht geplant. Die Verfahren seien praktisch abgeschlossen. "Die Ausländer, deren Anträge abgelehnt wurden, können leider nicht bei uns bleiben", betonte er. Allerdings hätten sie die Möglichkeit, gegen die Bescheide Rechtsmittel einzulegen. Die Zahl der legal in Spanien lebenden Ausländer betrage knapp 940.000. Die entspricht einem Anteil von 2,5 Prozent an der Bevölkerung. (APA/dpa)