Hätte Bradley Chait bloß nicht so angegeben. Als er vergangene Woche von seiner Freundin eine E-Mail bekam, in der sie detailliert die Freuden beim Oralsex mit ihm beschrieb, schickte er die E-Mail an sechs Freunde weiter und fügte den Kommentar hinzu, das sei doch ein schönes Kompliment. Mindestens einer der Empfänger schickte die E-Mail weiter, und binnen Tagen war sie auf schätzungsweise zehn Millionen Bildschirmen aufgetaucht. Mit versandt wurde der Name von Chaits Arbeitgeber, der Londoner Anwaltskanzlei Norton Rose. Die Kanzlei begann disziplinarische Ermittlungen, da ein solches Verhalten gegen die Arbeitsverträge verstieß. Am Donnerstag waren die Ermittlungen abgeschlossen, und die Kanzlei teilte mit, die betroffenen Angestellten seien verwarnt aber nicht entlassen worden. Sie seien entsetzt über die Konsequenzen ihres Tuns und bedauerten es aufrichtig. Medienberichten zufolge wurde der 26-jährigen Autorin der E-Mail die Moderation einer Porno-Sendung auf Playboy TV angeboten.(APA)