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Wien - Der von der LIF-Partei abgespaltene Wiener Gemeinderatsklub der Liberalen hat nach eigenen Worten für das LIF eine "Weihnachtsamnestie" erlassen. "Auf eine bestehende Forderung des Klubs gegenüber der Partei in der Höhe von 4,65 Millionen Schilling wird verzichtet", erklärte Klubchefin Gabriele Hecht am Freitag in einer Aussendung. Der Geldbetrag, den sich die Partei vom Klub 1999 zur Sanierung der prekären Finanzlage geborgt hatte, wäre Anfang 2001 zur Rückzahlung fällig gewesen. "Wir hoffen, dass dies dem Liberalen Forum für den schwierigen Wahlkampf hilft", sagte Hecht. Sie entbinde damit auch den Bauindustriellen Hans-Peter Haselsteiner von seinem Ehrenwort, mit dem er für die Rückzahlung des Darlehens gebürgt habe. Im LIF zeigte man sich gegenüber der APA erleichtert: "Wir sind natürlich sehr froh darüber. Wenn auch die Forderung durch die geänderten Verhältnisse möglicherweise strittig gewesen wäre, sind wir jedoch über diese Ausser-Streit-Stellung vor dem Wiener Wahlkampf zufrieden", sagte LIF-Landesgeschäftsführer Wolfgang Martinek. Das Wiener LIF wird für den kommenden Wahlkampf nun ein Budget von rund zehn Millionen zusammen bekommen. Für Beobachter ist dieser Betrag nicht viel im Vergleich zu anderen Budgets, jedoch wesentlich mehr als man noch vor wenigen Monaten erwarten durfte. (APA)