Klagenfurt - Kärnten wird als erstes Bundesland mit 1. Jänner 2001 das Kindergeld eingeführen. "Damit wird ein Meilenstein in der Familienpolitik gesetzt", sagten Landeshauptmann Jörg Haider und Familienreferent LHStv. Mathias Reichhold (beide F) anlässlich einer Präsentation des Kärntner Familienpaketes mit dem Schwerpunkt Kindergeld Freitag am Abend in Klagenfurt. Am Gemeindeamt zu beantragen Kinder zu haben dürfe nicht Sache des Geldes sein, sagte Haider. Die Politik müsse den Familien helfend zur Seite stehen. Das Kindergeld (6000 Schilling pro Monat bis zum dritten Lebensjahr, danach sozial gestaffelter Familienzuschuss bis zum sechsten Lebensjahr) muss beim jeweiligen Gemeindeamt beantragt werden, wozu es einer Meldebestätigung bedarf. Das Kindergeld gibt es für ein Kind, allerdings für Zwillinge doppelt, für Drillinge dreifach. Steigerung der regionale Wertschöpfung Das neue Kärntner Familienpaket belebe auch die regionale Wirtschaft stark und sichere damit Arbeitsplätze, verwiesen Haider und Reichhold auf entsprechende Studien, die diesen Aspekt der Steigerung der regionalen Wertschöpfung klar nachgewiesen haben. Ein wesentlicher Punkt: Während beim Karenzgeld für die Bezieherin keine Berufsausübung erlaubt ist, gewährt das Kindergeld die Wahlfreiheit und bedingt somit kein Arbeits- bzw. Berufsverbot. Das gesamte Kärntner Familienpaket (inklusive Kindergeld, Schulstartgeld, Familienförderung usw.), stellt den Familien 2001 insgesamt 925 Millionen Schilling zur Verfügung, und damit um 639 Millionen Schilling mehr als bisher. (APA)