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Tokio - Die japanische Weltuntergangssekte, die für den tödlichen Giftgasanschlag auf die Tokioter U-Bahn vor knapp sechs Jahren verantwortlich gemacht wird, gewinnt offenbar neuen Einfluss über das Internet. Die aufgelöste Sekte Aum Shinri Kyo versuche unter ihrem neuen Namen Aleph, über das weltweite Datennetz als "Cyberkult" neues Gewicht zu bekommen, hieß es in einem am Samstag in den japanischen Medien veröffentlichten Bericht der Regierung. Über das Internet verbreite die Sekte ihre Lehren und koordiniere die Aktivitäten ihrer Mitglieder, berichteten die Nachrichtenagentur Kyoto und der Fernsehsender NHK. Aum Shinro Kyo wurde nach dem Giftgasanschlag im März 1995 aufgelöst, bei dem zwölf Menschen getötet und tausende weitere verletzt wurden. Aleph soll mittlerweile rund 1.700 Mitglieder haben. Das Verfahren gegen Sektengründer Shoko Asahara wegen des Anschlages von Tokio und 16 weiterer Verbrechen läuft noch. (APA/AP)