Jerusalem - Nach dem Treffen mit US-Präsident Bill Clinton in Washington haben Israeli und Palästinenser offenbar bis Mittwoch Zeit, auf von Clinton unterbreitete Vorschläge zur Wiederbelebung des Friedensprozesses zu reagieren. Wie Israels Außenminister Shlomo Ben Ami am Sonntag im israelischen Rundfunk sagte, soll im Fall einer positiven Antwort beider Seiten in getrennten Gesprächen mit Israels Regierungschefs Ehud Barak und Palästinenserpräsident Yasser Arafat über einen Dreier-Gipfel mit Clinton beraten werden. Am Samstag war Clinton zum zweiten Mal in einer Woche in Washington mit israelischen und palästinensischen Unterhändlern zusammengetroffen. Während der palästinensische Chefunterhändler Saeb Erakat im Anschluss von "größeren Meinungsverschiedenheiten" sprach, bezeichnete Ben Ami das Treffen als "ermutigend". Die beiden Konfliktparteien versuchen seit Dienstag auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Bolling bei Washington, den Friedensprozess wiederzubeleben. Die israelische Armee nahm unterdessen in der Nacht auf Sonntag im Westjordanland 14 mutmaßliche Mitglieder der radikal-islamischen Palästinenserorganisation Hamas fest. Nach Angaben eines israelischen Militärsprechers wurden die Männer nahe der Stadt Nablus im Norden des Autonomiegebiets festgenommen. Sie stünden unter Verdacht, anti-israelische Anschläge verübt zu haben. (APA)