Bild nicht mehr verfügbar.

Foto: APA/EPA/Bicanski
Belgrad/Podgorica - Der montenegrinische Präsident Milo Djukanovic wünscht die internationale Anerkennung der Unabhängigkeit seiner kleineren jugoslawischen Teilrepublik. Montenegro und Serbien sollten unabhängig sein und eine "lockere Union" bilden, sagte er dem Staatsfernsehen in Podgorica. Der neue Staatenbund solle ähnlich wie die "nordische Union oder der Bund Russlands und Weißrusslands" konstruiert sein. Das Parlament werde eine entsprechende Volksbefragung im kommenden Jahr ausschreiben, sagte Djukanovic nach einer Meldung des Belgrader Senders B-92 vom Mittwoch, ohne nähere Einzelheiten zu nennen. Nach Djukanovics Darstellung sind die in Jugoslawien und Serbien regierenden demokratischen Parteien gegen eine Loslösung seiner Republik aus Jugoslawien. Vor allem der jugoslawische Präsident Vojislav Kostunica lehne dies ab, während der künftige serbische Regierungschef Zoran Djindjic die Möglichkeit von Gesprächen nicht ausschließe. Djukanovic hat Grundsätze für Verhandlungen mit Serbien vorgelegt, die selbst in der montenegrinischen Regierungskoalition umstritten ist. Serbien will nach der Bildung der demokratischen Regierung Vorschläge zur Umgestaltung der jugoslawischen Föderation erarbeiten. (APA/dpa)