Amman - Jordanische Forscher wollen nach eigenen Angaben das Winter-Quartier von Johannes dem Täufer entdeckt haben. In Westjordanien sei eine Grotte unter einer byzantinischen Kirche als Behausung des Heiligen identifiziert worden, sagte der Leiter des Forschungsprojekts, Mohammed Waheeb. Die Grotte liege östlich des Flusses Jordan auf der Höhe von Jericho im Westjordanland und sei bereits im vergangenen Jahr gefunden worden. Zudem untersuchen die Wissenschafter einen Schädel, der bei Ausgrabungen in der Nähe der Grotte gefunden wurde. Waheeb wollte sich nicht darauf festlegen, ob es sich dabei um Überreste von Johannes dem Täufer handeln könnte. Bisher könne nur mit Sicherheit gesagt werden, dass der Schädel von einem Mönch stamme, sagte er. Johannes der Täufer gilt allen vier Evangelien zufolge als der Wegbereiter von Jesus Christus. Er soll sich durch jahrelanges Einsiedlerleben in der Wüste auf seine Mission vorbereitet haben, bevor er im Land um den Jordan Buße angesichts des bevorstehenden Reiches Gottes predigte. Dem neuen Testament zufolge wurde Jesus zu Beginn seines öffentlichen Wirkens von Johannes getauft. Demnach wurde Johannes später von König Herodes Antipas gefangengenommen und enthauptet. (APA)