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Linz - Schluss mit der Macht der Kirche über die Schule", forderte die Geschäftsführerin der Aktion Kritischer SchülerInnen (AKS) Oberösterreich, Manuela Güntner, in einer Presseaussendung am Donnerstag. Sie reagierte damit auf eine vom Mittelschülerkartellverbandes (MKV) am Mittwoch veröffentlichte Umfrage, in der sich 49 Prozent der Schülerinnen und Schüler für ein Kreuz im Klassenzimmer ausgesprochen hatten. Eine weltoffene Schule müsse, so Güntner, frei von "kirchlichen Zwangsbestimmungen" sein. Die AKS wolle klare Verhältnisse, keine "Privilegienwirtschaft". Religiöse Ansichten seien Privatsache, "gesetzliche Zwangsbestimmungen" stünden hierzu im Widerspruch. "Wir treten für Toleranz und Offenheit ein", so der Vorsitzende der AKS Linz, Josef Zehetner, in einer Aussendung. Warum mehrheitlich moslemische oder agnostische Klassen unter einem Kreuz lernen müssten, sei ihm unverständlich. Der MKV solle seinen "christlichen Abwehrkampf gegen eine nicht vorhandene Bedrohung von anderen Religionen" endlich aufgeben, forderte Zehetner. Was die Leute von der Kirche wegtreibe, seien nicht andere Religionen oder fehlende Kreuze, sondern "Doppelmoral und Sturheit der katholischen Kirche", erklärte der Linzer AKS-Vorsitzende. (APA)