New York - Nach Berechnungen der US-Investmentbank Merrill Lynch haben in den vergangenen zwölf Monaten lediglich sechs der weltweit bedeutendsten 38 Aktienmärkte Gewinne verzeichnet. 2000 sei für die globalen Aktienmärkte das schwierigste Jahr seit 1990 gewesen, hieß es in einer Mitteilung der Bank vom Donnerstag. Merrill Lynch begründete dies mit der überkauften Situation der meisten Märkte zu Jahresbeginn, dem Einbruch der Technologieaktien sowie dem von den sinkenden Unternehmensgewinnen ausgehenden Druck im späteren Verlauf des Jahres. Im ersten Halbjahr 2001 erwarteten die Experten auf Grund der anhaltenden Schwierigkeiten eine eher schwache Marktverfassung; das Jahr dürfte allerdings in einem gutem Zustand ausklingen. Aktienboom in China Der chinesische Aktienmarkt verzeichnete 2000 gemessen am Shanghai B Index mit einem Anstieg von 136,6 Prozent den stärksten Anstieg. Danach folgten Irland mit plus 11,7 Prozent, die Schweiz mit 5,4 Prozent, Kanada mit 4,2 Prozent, Italien mit 3,2 Prozent und Israel mit 1,5 Prozent. Wiener Börse im Mittelfeld Der deutsche Aktienmarkt rangierte mit einem Rückgang von 10,2 Prozent auf Rang 16, Österreich mit minus 11,7 Prozent auf Rang 19. In den USA verloren der S&P 500-Index 10,5 Prozent, während sich die Technologiebörse Nasdaq um 38,7 Prozent abschwächte und damit in den 28 Jahren ihres Bestehens den stärksten Verlust auswies. Die insgesamt schlechteste Entwicklung 2000 resultierte in de asiatischen Märkten Indonesien (minus 38,5 Prozent), Taiwan (minus 44,1 Prozent), Thailand (minus 45,0 Prozent) und Korea (minus 50,9) Prozent. (APA/Reuters)