Wien - Zunehmend folgt der Arbeitsmarkt marktförmigen Gesetzen. Denn im Informationszeitalter ist kaum eine Entscheidung so wichtig für den Unternehmenserfolg, wie die Personalentscheidung. Dieser Umstand bescherte der Zunft der Personalberater einen anhaltenden Boom. Immer ausgeklügelter werden ihre Suchmethoden nach der richtigen Person für Schlüsselpositionen, zumal sich die Kosten für eine Fehlbesetzung schon im Mittelmanagement im siebenstelligen Bereich bewegen.Das Produkt ICH Der Erfolg exzellenter Verkäufer basiert auf dem Wissen um die Bedürfnisse seiner Abnehmer. Noch ist dieses Bewusstein unter veränderungsbereiten Arbeitnehmern nicht allzuweit verbreitet. Wer sein Produkt, nämlich seine Kompetenzen, Erfahrungen und speziellen Fähigkeiten nach der ebenso lieb- wie einfallslosen Methode "Ich brauch einen neuen Job" anbietet (und das oft an falscher Stelle), bleibt in der Regel erfolglos. "Wer sucht wen?", "Welche Berufe haben Zukunft", "Was versetzt Headhunter in Kaufrausch" - all diese Fragen können STANDARD-Leser in Johanna Zugmanns Karriere-Lounges, der einzigen existierenden Plattform, in der Karriere-Entscheider und jene, die im Karriere-Prozess stehen, klären. Und das in völlig entspannter Atmosphäre. Die rege besuchten Freitag-Nachmittag-Workshops stehen jeweils unter einem Karriere-Spezial-Thema. Als Publikumshits entpuppten sich im auslaufenden Jahr "Karriere über 40", "Abkehr von der Normalerwerbsbiografie, Leben als ICH-Entrepreneur" und "Karriere in NPO-Unternehmen". Das Besondere: Nicht nur am Podium sitzen Experten, die als Freunde und Coaches der Teilnehmer agieren, sondern auch vis a vis. So waren bei der von Headhunter Jean Francois Jenewein moderierten NPO-Veranstaltung fast alle Leiter der wichtigsten Organisationen dieser Branche anwesend: Von WWF über Greenpeace, Caritas, Amnesty International, Rotes Kreuz bis hin zu Vier Pfoten. Dass der traditionelle Abschlusspunkt "Networking am Buffett" meist gegen Mitternacht endete, ist Indiz für zwei erfreuliche Entwicklungen: 1.) Die Karriereentscheider bringen potenziellen Mitarbeitern ebensoviel Interesse entgegen, wie umgekehrt. 2.) Kluge Unternehmenschefs haben erkannt, dass ihre eigene Karriere von der Qualität ihrer Mitarbeiter abhängt und von den Perspektiven, die sie diesen bieten." (red) (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 30.12.2000)