Graz - Mit 31. Dezember läuft in Graz jene Frist ab, bis zu der sich mögliche SPÖ-Spitzenkandidaten für die Gemeinderatswahlen 2003 bewerben können. Bisher gibt es erst zwei Bewerber, die sich im Frühjahr einer Urabstimmung unter den Parteimitgliedern stellen wollen: Die amtierende Stadtparteichefin Stadträtin Tatjana Kaltenbeck-Michl und Stadtrat Walter Ferk. Um die Nachfolge von Alfred Stingl als Spitzenkandidat gibt es schon länger ein heftige Tauziehen, in das sich immer wieder die Landespartei eingeschaltet hat. Ein Exponent der Landes-SP, Landesrat Günter Dörflinger, der ursprünglich sein Interesse als Bürgermeisterkandidat bekundet hatte, tritt nicht an. Landesvorsitzender Peter Schachner-Blazizek sagte am Freitag, er habe Dörflinger gebeten, in der Landesregierung zu bleiben, weil er hier unverzichtbar sei. Abgewunken hat auch der Grazer Klubobmann Karl-Heinz Herper, Ex-Rektor Helmut Konrad hatte vor Kurzem klar gestellt, nur ohne Gegenkandidaten zu einer Urabstimmung anzutreten. Die Urabstimmung unter den 9.000 Parteimitgliedern wird im April 2001 stattfinden. Beteiligt sich mehr als Hälfte der Mitglieder, ist der Sieger automatisch Spitzenkandidat. Wenn nicht, wird er bei einer Konferenz am 27. April gewählt. Definitiv wird erst am kommenden Dienstag feststehen, ob es nur die zwei bisher bekannten Kandidaturen gibt, weil für die Bewerbung das Datum am Poststempel gilt. (APA)